Mittwoch, 18. Oktober 2017

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Pfandbrief


Zu den festverzinslichen Wertpapieren, welche ausschließlich von öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten oder privaten Hypothekenbanken angeboten werden dürfen, zählen die Pfandbriefe (Kommunalobligationen). In der so genannten "verbrieften Sicherheit" steckt die besondere Sicherheit eines Pfandbriefs als Anlage: Alle Pfandbriefe sind gedeckt mit Hilfe von erststelligen Hypotheken bzw. Grundschulden. Der Pfandbrief ist volkswirtschaftlich betrachtet ein bedeutendes Instrument zur Finanzierung des Wohnbaus (Baufinanzierung).

Pfandbrief Wer einen Pfandbrief erwirbt, bekommt fest vereinbarte Zinsen, üblicherweise jährliche oder halbjährliche Zinsen. Auf den Pfandbrief wird der Zinssatz aufgedruckt. Der Pfandbrief wird nach einer vor der Ausgabe bestimmten Frist wieder gegen den vollen Nennwert eingelöst.

Üblicherweise beträgt die Laufzeit bis zu zehn Jahre. Wenn Sie vor Ablauf dieser Frist Geld benötigen, dann sind Sie in der Lage, den Pfandbrief durch die Bank beleihen zu lassen bzw. an der Börse zu veräußern. Dies jedoch zum Tageswert - und der kann oberhalb und unterhalb des Nennwerts liegen.

Pfandbriefe sind durch Kurs- und Nennwert gekennzeichnet. Der Kurswert bezeichnet den Preis, welcher an der Börse beim Kauf bezahlt werden muss bzw. den man beim Verkauf bekommt. Der Nennwert bezeichnet den Preis, der am Ende der Laufzeit erzielt werden kann. Zu Schwankungen des Kurswerts an der Börse führen in erster Linie Angebot und Nachfrage sowie natürlich Änderungen am Kapitalmarkt; hier ist vor allem die Zinsentwicklung zu nennen.

Die Mindestanlage variiert von Anbieter zu Anbieter. Man kann in der Regel mit relativ geringen Summen den Einstieg wagen. Üblicherweise sind die Einheiten das Mehrfache des Mindestanlagebetrags (also "runde" Summen). Die Zinsen werden für die komplette Laufzeit festgelegt.

Bei manchen Sparkassen und Banken gibt es ein Sparprogramm per Dauerauftrag für Pfandbriefe.

Werden Pfandbriefe noch vor dem Zeitpunkt der Börseneinführung vom Emittenten erworben, dann sind sie gebührenfrei. Bei Pfandbriefen, welche schon an der Börse erhältlich sind, berechnet man An- und Verkaufsspesen, die in der Höhe variieren können.

In aller Regel wird für die Verwaltung bei einer Sparkasse oder Bank respektive bei der ausgebenden Hypothekenbank ein Depot eröffnet (wenn noch kein Depot vorhanden ist). Hier und da ist auch ein kostenfreies Depot im Angebot. Die Höhe der Gebühren richtet sich im Übrigen normalerweise nach der Höhe vom Wert. Bevor man Pfandbriefe erwirbt, sollte man auf jeden Fall die anfallenden Gebühren unter die Lupe nehmen.

Was die Rendite angeht, so haben Pfandbriefe bislang im Vergleich mit anderen verzinslichen Wertpapierarten ganz ordentlich abgeschnitten (Rendite Anlage). Pfandbriefe schneiden, verglichen mit Rentenfonds, um denjenigen Anteil besser ab, der dem Ausgabeaufschlag auf Rentenfonds von bis zu 3% entspricht. Auf Grund ihrer verhältnismäßig guten Rendite und ihrer Sicherheit sind Pfandbriefe zum Aufbau einer Altersvorsorge geeignet (Finanz Geldanlage), vorausgesetzt, dass der Steuerfreibetrag für Kapitalerträge nicht von den Zinsen überschritten wird. Erträge aus Pfandbriefen sind, wie andere Kapitalerträge auch, steuerpflichtig.
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